Viele Menschen wünschen sich unglaublich viel.
Mehr Geld. Mehr Leichtigkeit. Mehr Zeit. Mehr Freiheit. Mehr Liebe.
Und trotzdem scheint nichts davon wirklich in ihrem Leben anzukommen.
Die klassische Erklärung lautet dann:
„Manifestieren funktioniert bei mir nicht.“
„Das Universum hört mich nicht.“
„Andere haben einfach mehr Glück.“
Doch was, wenn das Problem gar nicht das Wünschen ist?
Was, wenn wir längst empfangen –
es nur nicht merken?
Oder schlimmer noch:
Was, wenn wir die Geschenke des Lebens ständig ungeöffnet zurückschicken?
Das stille Nein, das alles blockiert
Empfangen beginnt nicht bei den großen Wundern.
Es beginnt im Alltag.
In Situationen, die wir für banal halten.
Zum Beispiel bei einem Kompliment.
Jemand sagt:
„Das Kleid steht dir richtig gut.“
Und du reagierst mit:
„Ach, das war billig.“
„Das ist alt.“
„Das sieht nur so aus.“
Manchmal machen wir uns sogar selbst klein.
Und fast immer kommt sofort ein Gegenkompliment –
bloß nicht zu lange im Fokus stehen.
Bloß nicht empfangen.
Doch genau hier zeigt sich dein inneres Verhältnis zu Fülle.
Kannst du etwas einfach annehmen?
Oder fühlt sich das schon unangenehm an?
Ein echtes, stilles
„Danke.“
Ohne Erklärung.
Ohne Rechtfertigung.
Empfangen zeigt sich darin, wie du Danke sagst
Oder ob du es überhaupt tust.
Hast du in letzter Zeit eine handgeschriebene Karte bekommen?
Ein kleines Geschenk?
Eine liebe Geste?
Hast du dich wirklich bedankt?
Nicht nebenbei.
Nicht flüchtig.
Sondern präsent.
Ich habe vor einiger Zeit einer Person zweimal ein kleines Geschenk geschickt, weil sie
etwas erreicht hatte.
Ich hatte sie ein Stück auf ihrem Weg begleitet und mich so sehr für sie gefreut.
Bis heute kam kein Danke.
Ich weiß, dass sie das Geschenk bekommen hat.
Und ich weiß auch, dass Geldmangel ein großes Thema in ihrem Leben ist.
Und irgendwann kam mir ein Gedanke, der unbequem, aber ehrlich war:
Wenn jemand mit Geschenken von Menschen so umgeht –
wie geht diese Person dann wohl mit Geschenken des Lebens um?
Mangel macht blind – wirklich blind
Wenn wir im Mangel sind, sehen wir vieles nicht mehr.
Nicht, weil wir undankbar sind.
Sondern weil unser Nervensystem im Überlebensmodus läuft.
Geldmangel.
Zeitmangel.
Energiemangel.
Das erzeugt Angst.
Druck.
Enge.
Und in dieser Enge sehen wir die Blume am Wegesrand nicht mehr.
Wir kämpfen.
Wir funktionieren.
Wir wollen einfach nur überleben.
Ich habe das in meiner Arbeit als Emotionscoach immer wieder erlebt.
Am eindrücklichsten war für mich eine Coachee, die direkt nach dem Coaching plötzlich
Fristen sehen konnte, die sie vorher nie wahrgenommen hatte – obwohl sie immer wieder
auf denselben Zettel geschaut hatte.
Nach dem Coaching war der innere Stress gesunken.
Der Nebel war weg.
Ihr Gehirn konnte wieder logisch arbeiten.
Empfangen braucht innere Sicherheit.
Ohne die wird alles gefiltert durch Angst.
Empfangen und Geld – ein ehrlicher Check-in
Stell dir vor, du findest Geld auf der Straße.
Einen Cent.
Oder zwei Euro.
Hebst du es auf?
Und freust dich?
Oder gehst du vorbei und denkst:
„Dafür bücke ich mich nicht.“
Und wenn du es aufhebst –
freust du dich wirklich?
Oder ärgerst du dich, weil es keine 50 Euro sind?
Das Leben prüft uns im Kleinen.
Immer.
Wer nur das Große will, lehnt das Kleine oft ab.
Und wundert sich dann, warum der Fluss stockt.
Jetzt wird es intim – Empfangen im Körper
Empfangen hört nicht beim Geld auf.
Es geht tiefer.
Viel tiefer.
Bis in deinen Körper.
Ich habe mich selbst einmal sagen hören:
„Ich will gar nicht kommen.“
Und ich meinte das ernst.
Ohne zu verstehen, warum.
Ein Orgasmus ist etwas Wunderschönes.
Warum sollte man ihn ablehnen?
Die ehrliche Frage ist:
Was lehne ich wirklich ab?
Nähe?
Kontrollverlust?
Loslassen?
Wie hast du Sex?
Wie präsent bist du dabei?
Oder bist du im Kopf?
Viele Menschen können nicht empfangen, weil sie gelernt haben, sich zu schützen.
Vor Verletzung.
Vor Abhängigkeit.
Vor Enttäuschung.
Doch Empfangen braucht Vertrauen.
Im Körper.
Im Nervensystem.
Im Leben.
Wenn Empfangen anstrengend wird
Manche Menschen hören irgendwann auf, Sex zu haben.
Nicht, weil sie keine Lust haben.
Sondern weil sie zu voll sind.
Zu viel Alltag.
Zu viel Verantwortung.
Zu wenig Raum.
Empfangen ist Genuss.
Und Genuss braucht Weite.
Wo in deinem Leben ist kein Platz mehr?
Wo ist alles voll?
Und wie soll dort noch etwas Neues entstehen?
Dankbarkeit für das scheinbar Selbstverständliche
Wenn du am Tisch sitzt und isst –
bedankst du dich?
Jemand hat eingekauft.
Gekocht.
Zeit investiert.
Oder ist das für dich selbstverständlich geworden?
Empfangen heißt nicht, abhängig zu sein.
Empfangen heißt, Wertschätzung zuzulassen.
Ich bedanke mich sogar bei meinem Geschirrspüler ��
Ich wertschätze damit, dass ich nicht stundenlang in der Küche stehen brauchte, um
abzuwaschen.
Dankbarkeit bringt mich in eine Haltung von Fülle.
„Ich bin noch nicht da, wo ich sein wollte“
Viele Menschen sind am Ende des Jahres frustriert.
Weil sie glauben, zu langsam zu sein.
Zu wenig erreicht zu haben.
Doch wie dankbar bist du für deine Schritte?
Für dein Wachstum?
Für das, was du heute kannst, was früher unmöglich war?
Empfangen heißt auch, sich selbst anzuerkennen.
Kleine Übung: Empfangen lernen
- Beobachte dich im Alltag:
- Wie reagierst du auf Komplimente?
- Wie oft sagst du Danke – wirklich?
- Wo lehnst du ab, weil es dir zu klein erscheint?
- Wo bist du innerlich zu voll?
Und dann beginne sanft:
- Lass Komplimente stehen
- Freu dich über Kleinigkeiten
- Bedanke dich bewusst
- Erlaube dir Genuss
Warum das alles zusammenhängt
Empfangen ist keine Technik.
Es ist eine Haltung.
Wer nicht empfangen kann,
kann schwer genießen.
Schwer vertrauen.
Schwer in Fülle leben.
Deshalb ist dieses Thema ein zentrales Modul in meinem Onlinekurs
„Vom Wunder zur Wirklichkeit“.
Denn ohne Annehmen kannst du dir wünschen, was du willst –
es wird nicht bleiben. Du schickst das Paket, dass du bestellt hast einfach ungeöffnet wieder
zurück.
Eine letzte Frage an dich
Welche kleinen Dinge möchtest du ab heute mehr wertschätzen,
damit sich die großen überhaupt auf den Weg zu dir machen können?









